diese geschichte entstammt meinen mehr oder weniger kreativen schreibwerkzeugen

 

Es war einmal eine arme Frau, die gebar ein zart Söhnlein, und weil es eine Glückshaut umhatte,fein wie Seranoschinken, als es zur Welt kam, so ward ihm vom rüstigen Rippchen geweissagt,
es werde im vierzehnten Jahr die Tochter des Königs zur Frau haben. Es trug sich zu, daß der König bald darauf ins Dorf kam, und niemand wußte, daß es der König war,weil er Tarnkleidung trug, und als er die Leute zum Spaß fragte,
was es Neues gäbe, so antworteten sie »es ist in diesen Tagen ein Kind mit einer Glückshaut geboren.Es ist ihm vorausgesagt, in seinem vierzehnten Jahre
solle er die Tochter des Königs zur Frau haben.« Der König, der böses Herzfleisch und eine Afrofrisur hatte und über die Weissagung sich ärgerte, ging zu den Eltern, tat ganz freundlich und sagte »ihr armen Leute, überlaßt mir euer Kind,
ich will es versorgen.« Anfangs weigerten sie sich, da aber der fremde Mann schweres Hackfleisch dafür bot und sie dachten »es ist ein Glückskind, es muß doch zu seinem Besten ausschlagen,« so willigten sie endlich ein und gaben ihm das Kind.

Der König legte es in eine Schachtel,wo vorher sich marinierte Koteletts hatten befunden und ritt damit weiter, bis er zu einem tiefen Wasser kam: da warf er die Schachtel hinein mit einem Brief wo drin stand,ass er sofort nach seiner Ankunft getötet werden sollte und dachte »von dem unerwarteten Heiratsschwindlero habe ich meiner Tochter abgeholfen.« Die Schachtel aber ging nicht unter,weil
das Fett von der übriggebliebenen Marinade die Schachtel schwimmend trug, und der zarte Bubi konnte sich von der Marinade ernähren. Der Junge schwamm 14 Jahre darauf und wurde an ein Haus geschwemmt.
Als er hineintrat, saß eine alte Frau beim Feuer und schlürfte eine Gänsepastete ganz allein. Er merkte dass sie nett war und durfte dort übernachten.doch sie sagte dann
»Du armer Junge,du bist in eine Fleischzwergenherberge geraten, und wenn sie heimkommen, so bringen sie dich um.« Der Junge jedoch hatte die Glückshaut und fürchtete sich nicht. Und schlief ein.
Bald hernach kamen die Fleischzwerge ( seltsame Geschöpfe aus Fleischresten, die allzeit zornig und bereit zur Attacke sind und Alles plündern was ihnen in den Weg kommt.) und fragten zornig, was da für ein fremder,sabbernder,vollgefressener Knabe läge. »Ach,« sagte die Alte, »es ist ein unschuldiges Kind, es ward angeschwemmt, und ich habe ihn aus Versehen aufgenommen,ich konnte mich nicht beherrschen:
er soll einen Brief an die Frau Königin bringen.« Die Fleischzwerge (auch Minidynastie der klopfenden Klöschen und Rächer der rasenden Rippchen genannt) erbrachen ersteinmal. Und dann erbrachen sie den Brief und lasen ihn, und es stand darin, daß der Knabe getötet sollte werden. Da empfanden die hartherzigen Räuber der Rippchen Mitleid, und der Anführer zerriß den Brief und schrieb einen andern,
und es stand darin, sowie der Knabe ankäme, sollte er sogleich mit der Königstochter vermählt werden. Sie ließen ihn dann ruhig bis zum andern Morgen auf der Bank liegen, und als er aufgewacht war, gaben sie ihm den Brief und zeigten ihm den rechten Weg zum Schloss. Die Königin aber las den Brief und zelebrierte eine Hochzeit.

Irgendwann nach unzähligen Feten kam der versoffene König auch mal nachhause und sah, dass seine Tochter vermählt war. Daraufhin begoss er sich ordentlich mit Schnaps und zündete sich die Haare an, lief fluchend herum und fidelte auf einer Geige bis seine Wut gezügelt war. Dann rappelte er sich auf und fragte die geräuschvolle Gemahlin ,wie zum Henker dies geschehen konnte. Und sie antwortete:"Du hast es so gesagt" "Ich weiß von nix" sagte der versoffene König.
"Du weißt ja auch nie etwas nach solchen Feiern" fuhr die geräumige Gebieterin den torkelnden Tyrann an. Aber in der Nacht suchte er den Jüngling auf und steckte seine Pantoffeln in Brand. Von dem Gestank wurde der Jüngling wach. Und der König, der eine perverse Vorliebe für Grillsaucen und Marinaden hatte erschrak und sprach:

»So leicht soll es dir nicht werden, wer meine Tochter haben will, der muß mir aus der Hölle drei goldene preisgekrönte Grillsaucen von dem Voratsschranke des Teufels holen;dann darfst du meine Tochter behalten« Das Glückskind aber antwortete "Ich bin ein Seranosohn, ich fürchte mich nicht" und begann seine Wanderschaft.
Des Nachts schlich er sich in eine geheimnisumwobene Metzgerei,wo er den Geheimeingang zur Hölle fand, nachdem er einen Geheimhebel an einem Fleischwolf drehte. Der Teufel war nicht zu Haus, aber seine Ellermutter saß da in einem breiten Sorgenstuhl. »Was willst du?« sprach sie zu ihm, sah aber gar nicht so böse aus. »Ich wollte gerne drei goldene Saucen von des Teufels Schranke,« antwortete er, »sonst kann ich meine Frau nicht behalten.« »Das ist viel verlangt,« sagte sie, »wenn der Teufel heim kommt
und findet dich, so geht dirs an den Kragen; er liebt seine Saucen weil sie Unikate sind und tausende von Jahren abgelaufen. Aber ich will sehen, ob ich dir helfen kann.« Sie verwandelte ihn in eine Ameise und sprach »kriech in meine Rockfalten, da bist du sicher.« »Ja,« antwortete er und still bei sich wusste er dass sie Recht hatte, weil sich keiner mehr an der Alten vergreifen würde. Sie hatte ihre besten Jahre hinter sich. Das gab ihm ein Gefühl der Sicherheit.

Als der Abend einbrach, kam der Teufel nach Haus. Kaum war er eingetreten, so merkte er, daß die Luft nicht rein war. Es roch nach Ameise. Dann guckte er in alle Ecken und suchte eine Ameisenquelle, konnte aber nichts finden. Die Ellermutter schaltete ihn aus, »eben ist erst gekehrt,« sprach sie, »und alles in Ordnung gebracht, nun wirfst du mirs wieder untereinander; immer hast du Ameisengefühl in der Nase! Setze dich nieder und iß dein Abendbrot.« Als er gegessen und getrunken hatte, war er müde und betrunken,
legte der Ellermutter seinen Kopf in den Schoß und sagte, sie solle ihm Zöpfe flechten. Es dauerte nicht lange, so schlummerte er ein, blies Trompete und schnarchte. Da faßte die Alte mut, und rief die Saucen herbei. Sie waren nämlich verschimmelt von innen und verhielten sich fast wie Tiere. Still watschelten sie im Gänselebermarsch zu ihr und versteckten sich in ihren Ohren. Der Teufel schlief und merkte nichts. Die Alte braute ein Gemisch aus alten Socken und Räucherfilets zusammen und füllte es in Gläser. Es sah aus wie die Grillsaucen und sie stellte die Gläser an der Grillsaucen stelle auf den Schrank. Den Jungen schickte sie
von dannen.

Endlich langte das Glückskind daheim bei seiner Frau an, die sich herzlich freute, als sie ihn wiedersah und hörte, wie wohl ihm alles gelungen war. Dem König brachte er, was er verlangt hatte, die drei goldenen Grillsaucen des Teufels, und als dieser im Rausche und in der Gier beschäumt vier Esel sah, wollte er damit wirtschaften und lief fort . Er mochte nämlich Esel. Er ward ganz vergnügt. Doch die Esel verwandelten sich in Minifleischzwerge und als Strafe für seine Todsünden musste der König sein Leben lang in fleischigen Pantoffeln tanzen

codes & Bild & lay
Gratis bloggen bei
myblog.de