mein alltägliches märchen teil 2

"hoh mein gohott!" schrie ritter alina. was war geschehen? der EVL zettel mit mathematischen zahlen drauf hatte ritter marie getötet! diesen ungerechten tod hatte sie nicht verdienet! brutal erschlagen von einer gleichung, begraben unter einer parabel! mit heldenhaftem mut, rachsüchtig und unter tränen riss ritter alina das papier aus maries toten händen und betrachtete voller wut und hass die teufelei, die ihren weggefährten zur strecke gebracht hatte. doch genau dies gestaltete sich als problem, denn je länger man dies rätselhafte stück papier mit aufgaben drauf betrachtete, umso sinnloser wurde es! es wirkte verwirrend! das gehirn schien seine funktion zu vergessen. jede menge zahlenfolgen und zeichen in den krümmsten positionen waren dort abgebildet, in allen himmelsrichtungen, dazu seltsame zeichnungen von sogenannten "parabeln" und "ganzrationalen funktionen". so hießen also die kinder des teufels heutzutage! auf einmal drehte sich alles auf dem zettel in bunten farben und erzeugte illusionen, doch der ritter konnte seine augen einfach nicht von dem papier lösen! plötzlich erschien eine dämonische fratze auf dem papier, die fies grinste und aus leeren augen glotzte, und die graphen, sie schlängelten über das papier! ehe der ritter sichs versah, krochen die parabeln mit schlangenartiger geschmeidigkeit gefährlich zischend aus dem papier heraus. erschrocken warf er das blatt zu boden. nun folgten auch pirschende parameter und latschende limesaufgaben. die schlangen umkreisten ritter alina, es mussten drei oder vier gewesen sein. sie kamen näher und näher und bauten sich allesamt vor ihr auf. sie wusste nicht weiter. würde auch sie den qualvollen parabel-tod sterben? sie fühlte ihr ende.
plötzlich kam wie aus dem nichts ritter marie von der seite angestürmt und wollte die parabeln erschlagen. der EVL zettel schien sie nicht getötet, sondern nur betäubt zu haben. und dieses gift ließ nun nach. und nun kam ihr eine brilliante idee! sie griff sich schreiend den EVL zettel und widerstand dessen bann, griff sich einen stift und begann, die schrecklich verwirrende wuselei von aufgaben zu lösen. und die wirkung zeigte sich: für jede gelöste aufgabe verschwand die zugehörige zahlenkombination, oder eine parabel. und so zogen die beiden ritter ein in die PQ-schlacht. doch plötzlich wurde marie von einer parabel gewürgt. unter ächzen schrie sie "los, löse die aufgaben!" ritter alina wollte sich den stift greifen, doch eine parabelschlange biss ihr in die hand. das gift breitete sich schnell aus und lähmte ihre hand. ritter marie hatte sich derweil aus dem brutalen griff der schlange gelöst und sie mit dem ende einer anderen verknotet, was ihr ein bisschen zeit verschaffte. sie griff wieder zum stift und löste die komplizierten aufgaben, sie hatte ein bemerkenswertes talent dafür, wo ritter alina kläglich versagte. doch was war das! eine quadratwurzel kam an und schlug brutal mit exponenten um sich. marie drohte erschlagen zu werden, doch plötzlich eilte etwas kleines pinkes aus einer ecke hervor: ein monster! es ritt auf einer muhenden gezähmten P-Q (p-kuh, hahah!). es schrie mit gebrüll und zertrat die quadratwurzel, dann fing es deren klägliche überreste mit dem aufgabenzettel ein, worauf sie augenblicklich mit ihm verschmolz. marie und das pinke monster lösten die aufgaben in windeseile und hinterließen das reinste schlachtfeld. das beschriebene papier flog in die luft, wand sich unter qualvollen spitzen schreien und warf feuerkreisel! nocheinmal erschien die dämonische fratze und lachte, dann explodierte alles und verbrannte. doch dann war es vorbei.
die ritter bedankten sich bei der pinken gestalt, welche sich als mathe-el-Ka vorstellte. seltsamer name dachte sich ritter alina, sie konnte das monster nicht leiden. doch marie war schlimmer dran, denn fortan begleitete "mathe-LK" marie. es war ihr sehr lästig und sie wurde es einfach nichtmehr los.
aber die tapferen ritter gewöhnten sich schnell an das lästige monster und zogen aus der schrecklichen halle aus, in einen flur mit lauter symmetrischen räumen. der flur war kalt und am ende schimmerte bläulicher schein. plötzlich hörten sie ein grollen in einem der räume. die nächste aufgabe wartete..dann ein schrei: es war der schrei des todes....



6.9.09 16:56


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